
Biografie


Solange Komenda wurde 1998 in Pforzheim geboren und wuchs in Bad Liebenzell (Nordschwarzwald) auf.
Ihre Blockflötenausbildung begann in einem Blockflötenkreis, später erhielt sie Privatunterricht und Unterricht an der Musikschule Calw. Ihre Karriere setzte sie an der Hochschule für Musik in Karlsruhe unter Prof. Karel van Steenhoven fort, wo sie mit einem Bachelor, einem Master in Blockflöte und einem Master in zeitgenössischer Musik mit Auszeichnung abschloss.
Im April 2019 erlang sie das Finale des „International Recorder Competition Tel Aviv 2019“ in der Kategorie „Contemporary Israelian Piece“ und gewann im Herbst 2021 den 1. Preis beim Wettbewerb „Tre Fontane“ in Trossingen in der Kategorie „Studierende an eine Musikhochschule – Solo“. 2026 wurde sie mit dem 1. Preis des „Orpheus Recorder Music Competition“ Australien ausgezeichnet.
Solange Komenda ist Mitglied des Ensembles Quartet Revoiced, des Stuttgarter Blockflötenorchester Unblocked und des Trios Timeless Express, mit dem sie beim „Tre Fontane Wettbewerb“ Trossingen 2019 den 2. Preis erhielt. Des Weiteren ist sie Teil des Duos Sound in Silhouette und feste Spielpartnerin der Harfenistin Theresa Bogisch, mit der sie im Ensemble EntreDeux konzertiert.
Als stellvertretende Fachbereichsleiterin für Musik ist sie bei der GEDOK (Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e.V.) tätig.
Sie hat bei Meisterkursen mit Maurice Steger, Prof. Tosiya Suzuki und Prof. Jeremias Schwarzer teilgenommen, sowie Unterricht bei Erik Bosgraaf, Antonio Politano, Daniel Brüggen, Kees Boeke, Walter van Hauwe, Stefan Temmingh und Michael Form erhalten.
Des Weiteren hat Solange Komenda zwei Jahre am Conservatorium van Amsterdam unter Prof. Jorge Isaac studiert und ein Auslandssemester am Kunitachi College of Music in Tokio verbracht.
Derzeit ist sie künstlerisch-wissenschaftliche Promotionsstudentin an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Dr. Arabella Pare.
Uraufführungen


UA 2021
Mukai, Wataru – Hikari II for Recorder (2021)
ひかり II – リコーダーソロのための)
UA Januar 2021, Karlsruhe
Nishbe, Tetsuya – Faith (2021)
Solange Komenda gewidmet
Für Tenorblockflöte Solo
UA November 2021, Karlsruhe
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UA 2023
Reis, Jaime – Látigo.Pele (2021)
Für Cello, Blockflöte und Klavier
UA Oktober 2023, ZKM Karlsruhe
ZeitGenuss Festival
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Nishibe, Tetsuya – Burleske (2021)
Timeless Express gewidmet
Für Blockflötentrio
UA Oktober 2023, Karlsruhe
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UA 2024
Häußler, Jan Paul – Ensemblestück (2024)
Für Ensemble
UA Juni 2024, Karlsruhe
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Vetter, Andreas P. – Wolkenspiegel (2024)
Für Blockflöte und Elektronik
UA Dezember 2024, Karlsruhe
R!SK Festiva
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UA 2025
Reutz Drobnić, Veronika – Portrait d’une volée d’oiseaux (2024)
Quartet Revoiced gewidmet
Für Blockflötenquartet
UA Januar 2025, Karlsruhe
Häußler, Jan Paul – Schon wieder zu spät (2025)
Für Blockflöte, Cembalo und Ensemble
UA Februar 2025, Karlsruhe
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Euteneuer-Rohrer, Ursula
– 2 Stücke für Bockflöten & Percussion (2024)
I. Für Sopranblockflöte, Tambourin und Crotales
II. Für Kontrabassflöte, Springdrum und Tamtam
UA Februar 2025, Karlsruhe
Reutz Drobnić, Veronika – Mogami (2025)
For bass recorder solo
UA April 2025, Karlsruhe
Euteneuer-Rohrer, Ursula – Nimm dir Zeit (2025)
für Sopran, Blockflöten & Percussion
UA April 2025, Beinheim (Frankreich)
Dissertation
Blockflötenmusik aus Japan
– Bedeutung des globalen Kulturtransfers und Einwirkung der Shakuhachi und ihrer Musik auf Neue Blockflötenwerke
Wie wirkt sich globaler Kulturtransfer auf Neue Blockflötenwerke aus Japan und deren Interpretationen und Rezeptionen aus und welche instrumentaltechnische, musikalisch-kompositorische und historisch-geprägte Charakteristiken der Shakuhachi finden sich darin wieder?
Musik birgt multiple Identitäten und ist Veränderungen ausgesetzt. Besonders zeitgenössische Musik ist durch Transkulturalität global vernetzt und hybride, stilpluralistische Kompositionen sind in klassischer Neuer Musik mittlerweile die Norm. Seit den 1960er Jahren haben zahlreiche Werke aus Japan ihren Weg in das internationale Standardrepertoire für Blockflötisten gefunden. Bei genaueren Untersuchungen dieser, sind instrumentaltechnische, musikalisch-kompositorische und historisch-geprägte Parallelen mit der Shakuhachi (japanische Längsflöte aus Bambus) und ihrer Musik erkennbar.
Durch die zunehmende Globalisierung gewinnt das Dissertationsthema weiterhin an Bedeutung. Dabei unterstützt der deskriptiv-explikative Forschungsansatz und die methodische Pluralität das Streben nach facettenreichen Beobachtungen und wachsendem Verständnis für transkulturelle Dynamiken in der Musik. Das Behandeln und Vernetzen von sozio-kultureller, geschichtlicher, musikwissenschaftlich-analytischer und künstlerisch-interpretatorischer Thematiken versprechen eine Lücke in der Musikwissenschaft zu schließen, die bislang nur einzelne Gebiete beleuchtet hat.
Welche wechselseitigen Beziehungen der Instrumente es gibt, inwieweit Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Komponisten eingesetzt wurden und welche Rolle der Kulturtransfer für die Interpretationen und Rezeptionen von Neuer Blockflötenmusik aus Japan spielt, wird in der Dissertation durch transdisziplinäre Methoden ermittelt. Konkret werden musikwissenschaftliche Analysen in Form von Untersuchungen schriftlicher Quellen und Analysen von Partituren durchgeführt, Artistic Research durch die eigene musikalische Erarbeitung von Werken und der daraus resultierenden Erkenntnisgewinnung betrieben und mit qualitativer empirischer Forschung gearbeitet. Für letztere werden narrative Interviews und Intensive Interviews nach Charmaz durchgeführt und nach Datenerhebung die Reflexive Thematic Analysis (RTA) nach Braun und Clarke angewendet. Die Verbindung von unterschiedlichen, transdisziplinären Forschungsmethoden ermöglichen einen umfangreicheren und vollständigeren Blick auf die Verbindungen der Thematiken.






